Sieben Jahre nach „Avengers: Endgame“ rückt das nächste große Ensemble-Kapitel des Marvel Cinematic Universe näher. Mit der Veröffentlichung eines ersten Trailers zu „Avengers: Doomsday“ startet Marvel frühzeitig die Werbephase für den Film, der im Dezember 2026 in die Kinos kommen soll. Der Zeitpunkt ist auffällig: Noch nie zuvor wurde ein Avengers-Titel so weit im Voraus mit offiziellem Material beworben.
Der frühe Trailer fällt in eine Phase, in der Marvel zuletzt nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnte. Mehrere Kinofilme und Serien blieben hinter den Erwartungen zurück. Umso größer ist die Bedeutung von „Avengers: Doomsday“, der 2026 gemeinsam mit „Spider-Man 4: Brand New Day“ als Neustartsignal für das Franchise verstanden wird.

„27 Namen – und es sind längst nicht alle“: Das größte MCU-Aufgebot seit „Endgame“
Schon der bestätigte Cast verdeutlicht den Anspruch des Films. Insgesamt 27 Rollen wurden offiziell genannt, darunter etablierte MCU-Figuren wie Thor, Loki, Ant-Man und Shang-Chi ebenso wie die neu eingeführten Fantastic Four. Auffällig ist zudem die Rückkehr zahlreicher X-Men-Darsteller, darunter Patrick Stewart als Professor X, Ian McKellen als Magneto und Rebecca Romijn als Mystique.
Im Zentrum steht jedoch Robert Downey Jr., der erstmals nicht als Iron Man, sondern als Victor von Doom alias Doctor Doom auftritt. Diese Neubesetzung markiert einen der größten Brüche mit der bisherigen MCU-Historie und ist zugleich eines der zentralen Verkaufsargumente des Films. Marvel selbst setzt stark auf diese Überraschung und stellt Downey Jr. auch im Trailer sichtbar in den Vordergrund.
Neben den bestätigten Namen deutet Marvel weitere Auftritte an. Laut Produktionsumfeld sollen auch Chris Evans und Hayley Atwell eine wichtige Rolle spielen. Ihre genaue Funktion bleibt offen, wird jedoch bereits als handlungsrelevant beschrieben.
Doctor Doom und das Multiversum: „Eine kosmische Krise breitet sich aus“
Inhaltlich knüpft „Avengers: Doomsday“ direkt an die Multiversums-Thematik der aktuellen MCU-Phase an. Laut offizieller Synopsis nutzt Doctor Doom eine eskalierende kosmische Krise, um seine eigenen Pläne umzusetzen. Paralleluniversen kollidieren, sogenannte Inkursionen drohen ganze Realitäten auszulöschen.
Bemerkenswert ist dabei Dooms Rolle: Er tritt offenbar zunächst als Verbündeter der Avengers und der Fantastic Four auf. Im Hintergrund verfolgt er jedoch eigene Ziele. Diese doppelte Positionierung verleiht der Figur eine strategische Funktion, die über den klassischen Antagonisten hinausgeht.
Regie führen erneut Joe und Anthony Russo, die bereits „Infinity War“ und „Endgame“ verantworteten. „Avengers: Doomsday“ startet am 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos – exakt ein Jahr nach Veröffentlichung des ersten Trailers. Marvel setzt damit bewusst früh auf Aufmerksamkeit und langfristige Erwartungshaltung.