DRAMA

Onoda – 10.000 Nächte im Dschungel

Wie weit würde man für seine Ehre gehen? Für den Protagonisten des historischen Dramas Onoda – 10.000 Nächte im Dschungel fällt die Antwort nicht schwer. Die internationale Koproduktion erzählt eine Geschichte auf wahren Begebenheiten rund um einen japanischen Soldaten, der sich lieber Jahrzehntelang im Dschungel versteckt, als die Demütigung einer Niederlage zu erdulden. Ab dem 02. Juni 2022 läuft der beeindruckende Film über ein noch beeindruckenderes Schicksal in den deutschen Programmkinos.

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Die Handlung

1944 hat das Kaiserreich Japan den Pazifikkrieg, Teil des Zweiten Weltkrieges, verloren. Einige Soldaten auf verstreuten Inseln im Pazifischen Ozean und südchinesischen Meer wollen dies allerdings nicht wahrhaben und wollen bis zum letzten Atemzug für ihr Vaterland kämpfen. Der 22-jährige Hiroo Onoda (Yûya Endô), der für den Nachrichtendienst ausgebildet wurde, ist einer von ihnen. Entgegen der japanischen Ideologie, bei Niederlage lieber rituellen Selbstmord zu begehen, verschanzt er sich im Dschungel und will Widerstand gegen die Besatzer auf einer philippinischen Insel leisten. Die Mission am Leben zu bleiben und den Kampf Japans weiterzutragen steht für ihn über allem. Auf Lubang wird er noch 10.000 Tage nach der Kapitulation Japans versteckt bleiben und für seine Ehre kämpfen, unwissend, dass der Krieg schon lange vorbei ist.

Hintergrundinfos

Zwar kursierten Geschichten, die sich stark nach Mythen anhörten, über japanische Soldaten, die sich weigerten, das Ende des Krieges anzuerkennen und jahrelang im Dschungel ausharrten, schon länger im Internet, doch eine mediale cineastische Aufarbeitung dieses vergessenen Kapitels des Zweiten Weltkriegs gab es bisher noch nicht. Onoda – 10.000 Nächte im Dschungel vom französischen Regisseur Arthur Harari holt dies nun nach und beeindruckt sowohl mit seinen fantastischen Bildern der philippinischen Insel und Dschungellandschaft, als auch der sehr persönlichen und intimen Geschichte der Gruppe junger japanischer Männer.

Mit Der schlimmste Mensch der Welt startet ein weiteres Highlight des französischen Kinos diese Woche in den Kinos. Eine satirische Komödie ebenfalls mit historischem Hintergrund gibt es mit dem neusten Film von Leander Haußmann in Stasikomödie zu sehen.

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