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Nobody

Jul 5, 2021
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Fans von fulminanter Action á la John Wick Style aufgepasst! Better Call Soul Star Bob Odenkirk lässt es in Nobody ordentlich krachen. Mit wilden und durchchoreografierten Schuss- und Nahkampfsequenzen bringt der russische Regisseur Ilya Naishuller ab dem 01. Juli einen stylishen und mitreißenden Actionkracher auf die Leinwand.

Eigentlich ist Hutch Mansell (Bob Odenkirk) ein typischer Niemand, ein Nobody eben. Ein Familienvater und Ehemann, der ein langweiliges Vorstadtleben mit einer scheinbar blütenweißen Weste genießt. Als Eines Nachts allerdings ein paar Diebe in das Haus der Familie Mansell einbrechen, gerät die heile Welt von Hutch ins Wanken. Für einen Moment zögert er, als er die Möglichkeit bekommt die Verbrecher niederzustrecken. So entkommen die Diebe und nehmen versehentlich den wertvollsten Besitz seiner Tochter mit. Von den Nachbarn, den Arbeitskollegen und auch vom eigenen Sohn (Gage Munroe) und der Ehefrau (Connie Nielsen) erntet er für seine Zurückhaltung und Scheu vor Gewalt nur Kopfschütteln. Von allen als Looser und Feigling abgestempelt, löst der Vorfall jedoch etwas in seinem Inneren aus. Instinkte und tödliche Fähigkeiten, von denen Hutch bisher keine Ahnung hatte, erwachen und er beginnt einen brutalen Rachefeldzug gegen die verantwortlichen Gangster. Ihr Anführer, gespielt von Aleksey Serebryakov, muss bald lernen, dass auch der friedvollste Mann seine Grenzen hat und der gefährlichste von allen sein kann.

Universal Pictures

In gelungener John Wick Manier, beobachten wir in Nobody den abrupten Wandel eines friedvollen Mannes zu einem Instrument der Gewalt. lya Naishuller hat bereits zuvor mit dem für Furore sorgenden, in der Ego-Perspektive gedrehten, Hardcore Henry auf sich aufmerksam machen können. In Nobody inszeniert er den Abfall eines durchschnittlichen Mannes in eine Gewaltspirale nicht ganz so düster und gesellschaftskritisch wie in z.B. in Falling Down von 1993 zu sehen ist. Nobody profitiert von dem nicht ganz so ernsten Ansatz und der Fragilität des eingerosteten Hauptcharakters. Dieser muss im Gegensatz zu einem Keanur Reeves in John Wick oder Liam Neeson aus Taken auch mal mehr einstecken und erscheint so nicht übermenschlich. Dadurch begleitet die Kampfszenen auch einer Prise Humor, was den ganzen Film zugutekommt und ihn zu einem Must-see dieses Kinosommers macht.

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