Liebe und Beziehungen können kompliziert sein. Wie kompliziert, aber auch wie schön und intensiv zeigt Joachim Triers Tragikomödie Der schlimmste Mensch der Welt. Ab dem 01. Juni 2022 erscheint der Film, der uns in das wirre Liebesleben einer jungen Frau in Norwegen mitnimmt.

Die Handlung

Wo ist die Zeit geblieben? Julie (Renate Reinsve) wird bald dreißig und kann es nicht glauben. Während ihr über zehn Jahre älterer Freund Aksel (Anders Danielsen Lie) als Autor Erfolge feiert, blickt sie auf eine Reihe abgebrochener Studiengänge zurück. Andeutungen zum Thema Familienplanung setzen sie unter Druck und sorgen für angespannte Stimmung. Was soll sie nur mit ihrem Leben machen und was will sie selbst eigentlich? Bei einer Hochzeitsparty trifft sie den charmanten Eivind (Herbert Nordrum) – und für eine Nacht steht die Zeit still. Ist das die Liebe auf den ersten Blick? Zum ersten Mal scheint sich die sonst so unentschiedene Julie einer Sache sicher zu sein. An der Seite von Eivind gewinnt ihre ungewisse Zukunft an Kontur.

Die Trennung von Aksel steht im Raum, fällt jedoch viel schwerer als gedacht. Schon bald sind da dieselben Zweifel wie zuvor: Ist Eivind vielleicht doch nur ein weiterer Mann in ihrem Leben, der sie davon abhält, ihren eigenen Weg zu gehen? Julie muss lernen, dass das Leben eine Frage der Zeit ist.

Hintergrundinfos

Ähnlich wie Leander Haußmanns DDR-Trilogie, die mit Stasikomödie vor kurzem ihren Abschluss feierte, ist Der schlimmste Mensch der Welt der dritte Teil der „Oslo-Trilogie“ (eine der vorherigen Filme war der erfolgreiche Thelma) des norwegischen Regisseurs Joachim Trier. Keiner der Filme baut miteinander auf, doch vermittelt ein bestimmtes Gefühl, ein Lebensaspekt und Realität der modernen Welt und Zeit in Norwegen. Nach der Weltpremiere 2021 in Cannes und einem internationalen Release, erscheint der kaum als romantische Komödie zu beschreibender Film in Deutschland. Zuvor erhielt er sogar zwei Oscar-Nominierungen. Einmal für das beste Drehbuch und einmal für den besten fremdsprachigen Film. Ersteres ging jedoch an das schwarz weiß Drama Belfast und zweiteres an den japanischen Roadtrip-Film Drive My Car.

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