28 Years Later: Noch nie dagewesene Dreharbeiten und baldiger Kinostart

Juni 17, 2025
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Die Rückkehr einer Apokalypse – und das Kino wirkt plötzlich ganz anders

Manchmal verändern kleine Geräte große Geschichten. Als Danny Boyle 2002 mit 28 Days Later das Zombie-Genre neu definierte, geschah das mit wackeligen Digitalkameras und bewusst roher Ästhetik. Jetzt, 2025, wagt er erneut einen künstlerischen Befreiungsschlag – mit einer Technik, die die wenigsten auf dem Zettel hatten: dem Smartphone.

Für 28 Years Later, dem lang erwarteten Abschluss der Endzeit-Trilogie, entschied sich Boyle gegen klassische Filmtechnik – und für das iPhone 15 Pro Max. Doch die Mobilgeräte waren keine simplen Handheld-Spielzeuge. Mit Cinema-Rigs, Spezialobjektiven und Profi-Mikrofonen ausgestattet, verwandelten sich die Apple-Geräte in ein flexibles Kamerasystem. Bis zu 20 iPhones kamen gleichzeitig zum Einsatz – für eine fast schon surreale Tiefenwirkung und Perspektivwechsel in Echtzeit. Das erinnert an Matrix’ legendären Bullet-Time-Look – nur eben in ultramodern und tragbar.

Highbudget trifft iPhone-Kamera: 28 Years Later sprengt alle Grenzen

Das wahre Ausmaß dieser ungewöhnlichen Entscheidung zeigt sich im Budget: Rund 75 Millionen Dollar flossen in die Produktion – ein Rekord für einen Film, der (fast) komplett mit Smartphones entstand. Was wie ein Technik-Gimmick klingt, entpuppt sich als mutiger Schritt in Richtung immersiver Kinozukunft. Durch das breite 2.76:1-Format entsteht eine nervöse Atmosphäre – die Zombies scheinen überall sein zu können, immer am Rand des Bildes, nie ganz greifbar.

Boyle setzt die Technik nicht nur zum Staunen ein – sondern als dramaturgisches Werkzeug. Die Zuschauer sollen nicht zuschauen, sondern sich fühlen, als stünden sie selbst zwischen den Infizierten. Auch deshalb ist der neue Teil der Reihe kein lauer Aufguss: In der Handlung flackert Hoffnung auf – ein Überlebender strandet auf einer abgelegenen Insel, der Ausbruch scheint besiegt. Doch bald droht das Grauen aufs Festland zurückzukehren.

In den Hauptrollen: Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson und Ralph Fiennes. Drehbuchautor Alex Garland liefert erneut das Skript – gewohnt scharf, düster und gesellschaftskritisch. Der Kinostart ist am 20. Juni 2025. Und eines steht fest: 28 Years Later ist kein Film, den man einfach sieht – man durchlebt ihn.

Von Jaroslav Sebov

Jaroslav berichtet für Cinetrend über aktuelle Kinofilme, kommende Filmstarts und die Menschen hinter den Produktionen. Sein Herz schlägt besonders für Science-Fiction und Thriller, doch für eine gute Geschichte lässt er sich auf jedes Genre ein. Dabei interessiert ihn vor allem, ob Figuren glaubwürdig sind und ein Film auch nach dem Kinobesuch noch etwas auslöst. Eine Schwäche hat er bis heute: Wenn im Saal das Licht ausgeht, hofft er jedes Mal auf einen neuen Lieblingsfilm.

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