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Schachnovelle

Sep 20, 2021
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Es gibt viele deutsche Spielfilme mit Weltkriegsthematik, doch keiner von ihnen ist wie die Schachnovelle. Die Verfilmung der gefeierten Novelle von Stefan Zweig hat alles, was ein Periodendrama mit Bildungsanspruch braucht. Ab dem 23. September 2021 kann man auf der großen Leinwand sehen, wie sich ein Mann durch das Schachspiel vor dem Wahnsinn rettet.

Art Haus

Die Handlung

Wien 1938. Die österreichische Hauptstadt wird von den Nationalsozialisten besetzt wird. Viele Menschen versuchen in die USA zu fliehen, so auch der Anwalt Josef Bartok (Oliver Masucci) und seine Frau Anna (Birgit Minichmayr). Doch kurz vorher wird er verhaftet und in das Hotel Metropol gebracht, was als Gestapo Hauptquartier genutzt wurde. Da Josef als Vermögensverwalter der Reichen gearbeitet hat, soll er dem Gestapo-Leiter Böhm (Albrecht Schuch) Zugang zu den Konten der Adeligen und des Klerus geben. Als sich der Nachlassverwalter jedoch weigert die gewünschte Information herauszurücken und mit den Nazis zu kooperieren, wird er in Isolationshaft gebracht. Dort soll er Stück für Stück zermürbt werden.

Mit etwas Glück kann er bei einer Vernehmung aber ein Buch aus einem Mantel ziehen, was ihm auf ungewöhnliche Weise Hoffnung und Kampfeswillen zurückbringt. Denn nun hat Josef eine Beschäftigung um nicht verrückt zu werden und die Inhaftierung durchzuhalten. Aber anstatt einer anregenden Literatur hat Bartok nämlich ein Sachbuch mit berühmten Schachpartien gegriffen. Die folgenden Monate verbringt er nun mit dem Nachspielen und Einprägen dieser Spiele. So versucht er sich dem Griff seiner Peiniger zu entziehen und die Tortur zu überleben.

Hintergrundinfos

Insbesondere durch den großen Erfolg der Netflix Serie Das Damengambit mit Anna Taylor Joy, ist Schach wieder so beliebt wie nie. Das gilt sowohl für das gespielte Schach im Park, als auch das gesehene auf Turnieren oder im Kino. Dies zeigt der neuste Film Schachnovelle eindrucksvoll und verbindet gelungen einen Schachfilm mit einem Weltkriegsszenario.

Der gleichnamige Bestseller des österreichischen Autors Stefan Zweig ist schon seit Jahren in vielen deutschen Klassen Pflicht-Schullektüre. Die Novelle wurde von Zweig während seines brasilianischen Exils 1942 erstmals veröffentlicht und erschien 1947 in Deutschland. 1960 gab es eine erste filmische Adaption mit Curt Jürgen und Mario Adolf in den Hauptrollen. Nun kommt die nächste Verfilmung, diesmal von Regisseur Philipp Stölzl, der unter anderem für Der Medicus bekannt ist.

Noch mehr starkes deutsches Kino gibt es mit dem politischen Jugenddrama Je Suis Karl und der ebenfalls starken Romanverfilmung Ein Nasser Hund.

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