Angreifende Aliens, eine überforderte Menschheit und der Kampf ums nackte Überleben gehören seit Jahrzehnten zu den verlässlichen Grundpfeilern des Science-Fiction-Kinos. Auch 2026 greift ein neuer Film diese bewährte Prämisse auf: „Worldbreaker“, inszeniert von Brad Anderson, erzählt von einer Erde, deren Ordnung durch eine außerirdische Invasion vollständig zusammengebrochen ist. Ein jetzt veröffentlichter Trailer liefert erstmals konkrete Eindrücke von Ton, Stil und Figuren des Films.

Dabei setzt „Worldbreaker“ sichtbar auf klassisches Genre-Handwerk. Atmosphäre, Bedrohung und eine reduzierte Perspektive stehen im Vordergrund, während bekannte Schauspieler dem Szenario zusätzliche Aufmerksamkeit verleihen. In den USA startet der Film am 30. Januar, ein deutscher Kinotermin steht bislang noch aus.

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„Wenn die Ordnung fällt“ – Eine Welt nach der Invasion

Im Zentrum von „Worldbreaker“ stehen die sogenannten Breakers, außerirdische Kreaturen, die nach ihrer Ankunft auf der Erde nicht nur Städte zerstören, sondern auch Menschen infizieren. Die Opfer verlieren dabei ihre Menschlichkeit und werden selbst Teil der Bedrohung. Laut Trailer trifft es zunächst vor allem Männer, was die verbliebenen Frauen dazu zwingt, bewaffneten Widerstand zu organisieren.

Eine zentrale Rolle übernimmt Milla Jovovich, bekannt aus der „Resident Evil“-Reihe. Sie verkörpert eine Mutter, die sich in dieser neuen Welt zu einer der gefürchtetsten Kämpferinnen entwickelt. Ihre Figur steht exemplarisch für den Perspektivwechsel des Films: „Worldbreaker“ erzählt weniger von militärischen Großoffensiven, sondern von individuellen Überlebensstrategien in einer zerfallenen Gesellschaft.

Inszenatorisch orientiert sich Regisseur Brad Anderson, der unter anderem mit „The Machinist“ bekannt wurde, an einem eher bodenständigen Ansatz. Der Trailer legt nahe, dass Spannung und Atmosphäre wichtiger sind als großflächige Zerstörungsszenen oder permanenter Actiondruck.

„Überleben ist keine Theorie mehr“ – Familie, Isolation und Entscheidung

Parallel zur Frontlinie folgt der Film einer zweiten, ruhigeren Erzählebene. Willa, gespielt von Billie Boullet, lebt gemeinsam mit ihrem Vater, dargestellt von Luke Evans aus der „Fast & Furious“-Reihe, auf einer abgelegenen Insel. Abgeschottet von der Außenwelt bereitet er seine Tochter systematisch auf das Überleben in einer feindlichen Umgebung vor. Regeln, Training und Disziplin bestimmen ihren Alltag.

Diese fragile Sicherheit gerät ins Wanken, als ein fremdes Mädchen an der Küste angespült wird. Willa nimmt sie heimlich auf und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die lange verdrängte Wahrheiten ans Licht bringt. Der Film verknüpft hier klassische Coming-of-Age-Motive mit dem Monsterkino und stellt moralische Entscheidungen in den Mittelpunkt.

„Worldbreaker“ kombiniert damit bekannte Genre-Elemente mit einer klaren Figurenfokussierung. Statt einer reinen Invasionsgeschichte entsteht ein Science-Fiction-Thriller, der familiäre Bindungen, Isolation und den Preis des Überlebens thematisiert. Ob dieser Ansatz aufgeht, wird sich spätestens mit dem Kinostart zeigen.

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