DRAMA

Quo Vadis, Aida?

Der Oscarnominierte Film Quo Vadis, Aida? thematisiert den schrecklichen Massenmord von Srebrenica während des Jugoslawien-Krieges. Die internationale Koproduktion aus unter anderem Bosnien und Deutschland wurde bereits bei zahlreichen Filmfestivals gezeigt und gefeiert. Von Kritikern und Publikum gleichermaßen als „äußerst wertvoll“ und „unvergesslich“ bezeichnet, ist Quo Vadis, Aida? ein ganz besonderer Kriegsfilm. Anstatt auf Soldaten und Schlachten liegt hier der Blick auf den menschlichen, zivilen Schicksalen und der ganzen Brutalität des Krieges.

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Die Handlung

Bosnien, Juli 1995. Aida (Jasna Ðuriči) ist Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, muss sie und ihre Familie mit Tausenden anderen in einem UN-Lager Schutz suchen. Als Dolmetscherin ist sie auch bei den darauf folgenden wichtigen politischen Verhandlungen zwischen den einzelnen Kriegsparteien dabei. Sie hat somit Zugriff auf entscheidende Informationen, die ihr helfen, die Lügen von den Wahrheiten auseinanderhalten. Nun muss sie sich zwischen Säbel rasselnden Männern behaupten und versuchen Ordnung in das Chaos zu bringen und ihre Familie und Mitbürger vor einer Katastrophe retten.

Hintergrundinfos

Quo Vadis, Aida? erzählt von wenigen dramatischen Tagen im Leben einer Frau, deren Schicksal, für das einer ganzen Generation von Frauen steht, die den Krieg in Bosnien überlebt haben. Mehr als 8000 – fast ausschließlich männliche – Zivilisten wurden bei dem als Genozid eingestuften Massaker von Srebrenica von der bosnisch-serbischen Armee ermordet. Die 1974 geborene Regisseurin Jasmila Žbanić erzählt in ihrem Film eine wichtige, traumatische und sehr persönliche Geschichte. Ihr 2006 erschienener Debütfilm Esmas Geheimnis – Grbavica, der unter anderem mit einem goldenen Bären ausgezeichnet wurde, handelt ebenfalls vom Bosnienkrieg und seinen Leidtragenden. Immer wieder setzt sie sich mit dem Grauen der Bürgerkriege im früheren Jugoslawien auseinander und leistet somit ihren Beitrag zu dessen gesellschaftlicher Verarbeitung. Denn auch 25 Jahre danach, ist dieser größte militärische Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, politisch nicht endgültig erloschen und aufgeklärt.


Ein weiterer unkonventioneller, bewegender Film über eine besondere Liebesgeschichte könnt ihr in Glück sehen.

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