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Film-Festival
Cannes 2009 - Ein Halbzeitbericht
Heute, am 20.05.2009, feiert endlich der neue Tarantino Film in Cannes seine Weltpremiere. Man ist allseits gespannt, wie sich die Truppe jüdischer Soldaten hinter den Nazi-Linien im zweiten Weltkrieg so schlägt. Aber bei der wirklich namhaften Konkurrenz im diesjährigen Wettbewerb sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn "Inglorious Basterds" eine Palme abstaubt.
Der "Antichrist" hingegen war schon da, an der Cote d'Azur, und sorgte für irritiertes Feedback in der Filmgemeinde. Lars von Triers überambitioniertes und kryptisches Drama um ein Paar, das sich gegenseitig in den Abgrund zieht (Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe) provozierte von Beifall über Gelächter und Buhrufe während der Vorstellung alles an Reaktionen - immerhin kontrovers.
Was die goldene Palme angeht, sind schon einige Bewerber ins Rennen gegangen und Pedro Almodovars "Zerrissene Umarmung" konnte trotz Penelope Cruz nicht jeden überzeugen, wohingegen "Looking for Eric" von Ken Loach erstaunlich positiv beim Publikum ankam. Man wird warten müssen, wie sich die Beiträge von Isabelle Coixet, Michael Haneke, Park Chan-Wook, Jane Campion und Ang Lee in dem 20 Titel großen Bewerberfeld bewähren.
Altmeister Terry Gilliam hingegen hat keine Lust mehr, sein Werk im Wettbewerb laufen zu lassen: Das langerwartete "Imaginarium des Doktor Parnassus" läuft am Freitag außer Konkurrenz. Immerhin ist der Film die letzte Leinwand-Präsenz des verstorbenen Heath Ledger. Ebenfalls außer Konkurrenz laufen Sam Raimis "Drag Me to Hell" und der Pixar-Spaß "Oben" (OT: "Up"), der das Festival auf charmante Art eröffnete.
Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, findet auf der offiziellen Festivalseite den Medialen-Overkill und fast alles was das Cineasten-Herz begehrt.
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