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fs @ Freitag, 13.02.2009

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"Dainipponjin - Der große Japaner" ist keineswegs die asiatische Antwort auf die Superheldenfilme, weder "Hancock" noch "Hulk", und Parodienwelle, die gerade wieder anrollt, sondern eine aberwitzige eigenwillige Hommage an die Japanische Tradition des Monsterfilms. Dabei kommt der Superheld keineswegs gut weg, wenn ihn das Dokumentarfilmteam begleitet:

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Masaru Daisatou ist in sechster Generation "Superheld", einer der Japan vor Monsterattacken schützt. Sobald es eine Monstersichtung gibt, Klingelt das Mobiltelefon des allein lebenden Superhelden, der ein Faible für streunende Katzen hat. Auf Rückruf erfährt Masaru dann in welcher Generatoren-Station er sich die für die Verwandlung nötigen Starkstromeinheiten abholen muss. Nach einer vollkommen hohl gewordenen Kraftübertragungs- und Segnungszeremonie bekommt unser Held seine Stromschläge und mutiert zum "Dainipponjin", zum großen Japaner, der es dann mit allerlei absurden Monstern zu tun bekommt.

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Aber bis zum ersten Einsatz, bei dem das Dokumentarteam nicht mit rein darf, dauert es eine Weile. In der Zwischenzeit verbringt das Team genau wie der nicht mehr so populäre Superheld seine Tage damit abzuwarten. Wir lernen einen zu Depressionen neigenden, einsamen und wortkargen Althippie kennen, der noch nie im Ausland war. Ständig diese Bereitschaft. Außerdem könnte das Gehalt vom Staat höher sein, aber man möchte auch nicht klagen. Richtig luxuriös lebt Masaru nicht. Sein bescheidenes Haus ist von Graffiti beschmiert, und je nachdem wie seine im TV übertragenen Kämpfe gerade gelaufen sind, schmeißt schon mal jemand die Fenster ein.

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Masaru fühlt sich unverstanden: von den Zuschauern, seiner getrennt lebenden Frau, die nicht will, dass seine Tochter das traditionsreiche Erbe übernimmt, von seiner Managerin, eigentlich von allen. Und dann wäre da noch sein Großvater, der vierte große Japaner, der noch Ruhm und Ehre kannte und in Japan geachtet wurde. Heute ist der Großvater im Altersheim und Masaru kümmert sich aus Dankbarkeit um den alten Mann. Dessen Eskapaden kann er aber nicht verhindern. Masarus Vater aber besaß krankhaften Ehrgeiz, der ihn schließlich auch tötete, von seinem Sohn verlangte er zu früh zuviel, der aktuelle Dainipponjin, leidet noch immer darunter.





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