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Film-Festival

Franks Flimmer-Fest: Der letzte Tag

fs @ Freitag, 03.10.2008

Unter dieser Rubrik berichte ich Euch täglich vom Filmfest Hamburg, das vom 25.09. bis zum 02.10. läuft. Vor Ort und mitten im Geschehen erfahrt Ihr hier alles, was so passiert und mir so auffällt: Der Donnerstag.

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Unter dieser Rubrik berichte ich Euch täglich vom Filmfest Hamburg, das vom 25.09. bis zum 02.10. läuft. Vor Ort und mitten im Geschehen erfahrt Ihr hier alles, was so passiert und mir so auffällt: Der Donnerstag.

Es geht die Mär, Gott habe am achten Tag den Rock'n'Roll erfunden. Für mich bedeutet der achte (genaugenommen der siebte Tag) den Abschluss einer arbeitsreichen Woche mit unglaublich vielen Bildeindrücken.

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Die Abräumer des Festivals findet ihr an anderer Stelle, genau wie mein persönliches Fazit, hier geht es wie gehabt eher um das Geschehen auf der Leinwand. Und da tat sich heute für mich noch einiges.

"Seamstresses" (Die Näherinnen) ist der bulgarische Beitrag zur "Eurovisuell"-Reihe. Die Story über drei Freundinnen vom Land, die in Sofia ihr Glück suchen, überzeugt auf ganzer Linie. Wie das Leben selbst ist das Filmgeschehen bisweilen, tragisch, komisch, absurd und vertrackt, und der Erzählton des Films nimmt das alles in sich auf. "Seamstresses" hat nicht umsonst etliche bulgarische Preise abgeräumt. Ein heißer Kandidat für einen Festivalpreis in Hamburg und garantiert ein Film, der auch bei uns in den Kinos zu sehen sein wird. Ich war begeistert (8/10).

Das estnische Bio-Pic "Taarka" über das Leben der unangepassten Seto-Künstlerin Taarka wird in Rückblenden aufgezogen und gibt einen gelungenen Einblick in das Leben dieser ostfinnischen Volksgruppe um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. Ein bewegtes Leben, ein interessanter Film. Leider bleiben die Rückblenden zu blitzlichthaft und unverbunden, um filmisch herausragend zu sein (5/10).

Das anschließende israelische Jugenddrama "Vasermil" über drei junge Männer, die sich notgedrungen in einer Fußballmannschaft arrangieren müssen, war mir dann doch zu langatmig. Schließlich sind Filme mit sozialem Anspruch keine neue Erfindung und das habe ich schon deutlich überzeugender gesehen, dennoch ohne Wertung, da ich nicht bis zum Ende ausgeharrt habe. Das war nach einer Woche Filmfest nicht mehr drin.

Abends bin ich dann noch mitten im Preisverleihungstrubel, den Abschlussfilm "Eldorado" kenne ich ja schon.

Einen hab ich noch: "Willkommen bei den Sch'tis" habe ich zwar nicht während des Festivals geschaut, aber anlässlich einer Pressevorführung und in synchronisierter Form. Danny Boons Komödie über den Südfranzosen, der sich strafversetzt im rauhen Norden wiederfindet, lebt im Wesentlichen von ihrem Sprachwitz. Die deutsche Sychro hat sich gelungen bemüht, das zu übertragen, und so ist eine feine, publikumstaugliche Komödie über Vorurteile und kulturelle Unterschiede entstanden. Eine Love-Story gibt's auch (6/10).

So, das war es jetzt auch mit dem 16. Filmfest Hamburg. Nach mehr als 30 Filmen in den letzten Tagen werde ich erstmal nur Musik hören...doch noch Rock'n'Roll am achten Tag.

Danke für die Aufmerksamkeit.





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