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Film-Festival

Franks Flimmer-Fest: Tag 2

fs @ Samstag, 27.09.2008

Unter dieser Rubrik berichte ich Euch täglich vom Filmfest Hamburg, das vom 25.09. bis zum 02.10. läuft. Vor Ort und mitten im Geschehen erfahrt Ihr hier alles, was so passiert und mir so auffällt: Der Freitag.

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Heute musste keiner mehr über den Roten Teppich, aber es gab wieder Stars und Sternchen zu bestaunen. Selbstredend war die Eröffnung des Kinderfilmfestes "Michel" mit Jürgen Vogel für die Foto-Kollegen interessant und es waren viele Kids unterwegs. Der norwegische Opener "SOS - Ein Spannender Sommer" ist dann ziemlich gut angekommen, auch wenn nicht alles reibungslos lief. Der Film war nicht da und so musste notgedrungen auf die Promo-Copy zurückgegriffen werden, der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch.

Abends sorgte Paul Kalkbrenner angesichts seiner Premiere mit "Berlin Calling" noch für etwas Rummel. Die Fan-Gemeinde hat's gefreut. Ich hab was anderes geguckt.

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Überhaupt Glotzen: von meinem ehrgeiziger Selbstversuch nehme ich wohl besser Abstand. Es geht einfach nicht unbegrenzt Bildmaterial in meinen kleinen Schädel. Zur schnelleren Orientierung für den Leser und für mein eigenes Ranking habe ich jetzt eine Punkteskala eingeführt, die bis 10 geht. Wobei das Optimum fast unerreichbar ist und eine 5 immer noch einen guten, unterhaltsamen Film bedeutet, der allerdings nicht ganz meinem Geschmack entspricht. So, und nun ans Eingemachte - Meine Filme vom Freitag.

"Frozen River" ist ein tolles Sozialdrama über eine Mutter mit zwei Kids, die an der Grenze zu Kanada lebt, und aus Geldnot (neuer Wohntrailer) in Menschenschmuggel durch das Mohawk-Reservat involviert wird. Wunderschön und mein bisheriger Favorit. Allein die Opening Sequenz mit der Totalen auf das rauchende Gesicht der Hauptfigur als Overtüre für den ganzen Film ist grandios. Was braucht es mehr für einen guten Film, als ein authentisches Gesicht und leise Gitarren? (8/10)

"Where in the World is Osama Bin Laden?" ist Morgan Spurlocks ganz persönlicher Versuch die Welt für sein noch ungeborenes Kind sicherer zu machen, indem er den meistgesuchten Mann der Welt findet. Überzeugend und bissig, zum Ende hin versöhnlich und im Sinne der Völkerverständigung unterwegs (8/10).

"Die Schimmelreiter" sind als ungleiches Paar in Sachen Lebensmittelkontrolle durch Dittmarschen unterwegs. Jeder hat so sein Päckchen zu tragen. Beizeiten etwas langatmig, aber für eine TV-Produktion durchaus ungewöhnlich und nicht schlecht gemacht. Ja, man muss da wohl tatsächlich Abstriche machen bezüglich der "Massenkompatibilität" (6/10).

"Wolf" ist ein schwedischer Film um den aussterbenden Lebensstil der Samen. Ein Hirte tötend einen unter Artenschutz stehenden Wolf. Ein moderner Heimatfilm mit Botschaft: Wer schützt die Lebensweise der Samen vor dem Verschwinden? Die spröde Landschaft ist gut inszeniert (7/10).

In "The Visitor" erwacht ein desillusionierter Collegeprofessor wieder zum Leben, als er in seinem New Yorker Appartment illegale Einwanderer findet. Sensible und gelungene Annäherung und Richard Jenkins hat es endlich in meinen privaten Olymp geschafft (8/10).

So, das war's für den Freitag. Mir fiel auf, dass von den ersten fünf gesehenen Filmen  vier in Schnee und Eis spielen. Ja, der Winter kommt.

Bis morgen.





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