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Animation

Paranorman: Der Fluch des Außenseiters

fs @ Montag, 20.08.2012

In dem amerikanischen Animationsspaß „Paranorman“ muss ein junger Außenseiter seine Stadt von einem Fluch befreien. Dass Norman mit den Toten reden kann, hilft dabei ungemein, reicht in dem Stop-Motion-Film allerdings nicht für ungebremste Zuschauerfreude.

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Norman hat‘s nicht leicht, denn er ist ein Außenseiter und wird in der Schule konstant gehänselt. Das liegt vor allem an seiner überaus seltenen Gabe, nicht nur mit den Toten sprechen zu können, sondern diese auch zu sehen. So wird Normans morgendlicher Weg zu Schule zu einem Spießrutenlaufen, weil die Geister ihn sehnsüchtig in Gespräche verwickeln wollen. Von seiner Familie wird Norman einfach für überspannt gehalten, wenn er beim Fernsehen mit der verstorbenen Großmutter redet, die strickend auf dem Sofa sitzt.

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Dann wäre da noch Normans exzentrischer Onkel, der die Geister ebenfalls sehen kann und als seine Lebensaufgabe versucht, die kleine Stadt Blythe Hollow vor dem jahrhundertealten Fluch einer Hexe zu schützen. Doch Onkel Prenderghast gibt den Löffel ab und so bleibt der Job, die Stadt zu retten, an Norman hängen. Der wird von dem pummeligen Neil unterstützt und von dem Schulraufbold Alvin geärgert, bis Zombies sich auf den Weg in die Stadt machen.

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Der Stop-Motion 3-D-Animationsfilm „Paranorman“ stammt aus der "Coraline“-Schmiede und die Regisseure Chris Butler (auch Drehbuch) und Sam Fell („Flutsch und Weg“) haben sich redlich Mühe gegeben das spaßige Gruselabenteuer ansehnlich in Szene zu setzen. Die Originalversion ist zudem mit einem prominenten Sprechercast besetzt (Casey Affleck, John Goodman, Anna Kendrick und Kodi Smith-McPhee als Norman) und so sind die Schauwerte von „Paranorman“ absolut überzeugend und sorgen für unterhaltsames, auch familientaugliches  Kinoerlebnis.

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Allerdings weist die Inszenierung der Handlung einige Längen auf, in denen sich die Story schleppend entwickelt und insgesamt ist die Geschichte einfach zu dünn und auch zu vorhersehbar, um zu überzeugen. So fehlen Spannungsmomente fast gänzlich und wohliger  Gruselschauer (auch für jünger Zuschauer) stellt sich selten ein, statt dessen zieht „Paranorman“ beinahe seinen gesamten Charme aus der Grundprämisse, dass Norman mit den Geistern kommunizieren kann, während er zu den Lebenden keinen Draht findet.

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Am Ende wird alles gut und Normans Familie gesellt sich zur abendlichen TV-Session nicht nur zum frischgebackenen Helden von Blythe Hollow, sondern vermeidet es auch, sich auf Großmutter zu setzen. Irgendwie kann oder will sich „Paranorman“ nicht als reine Erwachsenen- oder Kinderunterhaltung verstehen und so wird versucht, es beiden Zielgruppen recht zu machen. Das merkt man dem Film leider an.

Fazit: „Paranorman“ weiß gefällig zu unterhalten, kommt aber zu keinem Zeitpunkt an die Atmosphäre oder Originalität von „Coraline“ heran. Letztlich ist die Animations-Grusel-Komödie auch angesichts der Vielzahl wirklich gelungener Animationsfilme der vergangenen Jahre, kaum mehr als eine nette harmlose Kino-Unterhaltung.




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