|
|
|
|
|


DVD-Trend
Dark Planet: Prisoners of Power
Im Jahr 2157 strandet Maxim Kammerer (Vasilii Stepanow), Raumfahrer von der Erde, mit einer Notlandung auf dem Planeten Saraksh. Dieser sternenlose Planet ist zwar von Humanoiden bevölkert, leidet aber an den Folgen eines verheerenden Atomkriegs. Der jugendliche und unbekümmerte Maxim wird gefangen genommen und lernt so die beherrschende Zivilisation kennen. Die Gesellschaft wird diktatorisch von den so genannten Vätern regiert und von den Degenerierten bedroht. Zum Schutz sind überall hohe Funktürme aufgestellt, deren Strahlung die Feinde abhalten soll.
Maxim freundet sich mit Guy (Pjotr Fjodorov) an, dem Soldaten, der ihn in die Hauptstadt eskortiert. Bei einem Überfall rettet Maxim Guy und entkommt. In der Stadt lernt er dann Rada (Yulia Snigir) kennen, die sich später als Guys Schwester entpuppt. Durch sie bekommt Maxim Kontakt zu einer Widerstandsgruppe, die ihm die Wahrheit über die Strahlung verrät und versucht, die Bewohner der „Insel“ zu erreichen, um eine Revolution anzuzetteln. Doch während Zef (Sergey Gamash), einer der Väter, mit allen Mitteln versucht Maxim aufzuspüren, hält das Schicksal noch einige Wendungen für den Abenteurer von der Erde bereit.
Die Geschichte von „Dark Planet: Prisoners of Power“ geht zurück auf eine Vorlage der Brüder Arkadii und Boris Strukatzki, die als bedeutendsten Vertreter der russischen Phantastik gelten. Auf Deutsch ist die Story unter dem Titel „Die bewohnte Insel“ erschienen. Regisseur Fyodor Bondarchuk ist ein vielbeschäftigter Mann und hatte für die Verfilmung des 1969 erschienenen ersten Romans der Maxim Kammerer Trilogie ein 30 Millionen Dollar Budget zur Verfügung. Letztlich entstanden daraus zwei zusammengehörige Spielfilme, die ihre Produktionskosten trotz Erfolges an der russischen Kinokasse nicht wieder einspielten.
Hierzulande erscheint „Dark Planet: Prisoners of Power“ als DVD-Premiere und in einer zusammengeschnittenen Spielfilmfassung, die es nicht gerade leichter macht, dem actionlastigen und bildgewaltigen Filmspektakel inhaltlich zu folgen. Zu abrupt sind einige Szenensprünge in dieser Fassung ausgefallen und die Story mit ihren Implikationen erschließt sich erst nach und nach. Denn es sind wohl vor allem handlungstragende Elemente zusammengestrichen worden. Optisch und in Bezug auf die Effekte und Action kann „Dark Planet“ allerdings überzeugen und hat absolut internationalen Standard.