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Alabama Moon: Zurück in die Zivilisation

fs @ Montag, 10.10.2011

Der amerikanische Jugendfilm „Alabama Moon“ erzählt die Geschichte des Jungen Moon, der mit seinem Vater abseits der Gesellschaft aufwächst, nach dessen Tod aber in die Gesellschaft eingegliedert wird und Freunde findet. „Alabama Moon“ ist ein klassisches Jugendabenteuer wie man es heutzutage nur noch selten sieht.

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Moons (Jimmy Bennet) Eltern gehörten in den 1970er Jahren zu den Menschen, die versucht haben  ein Leben fernab der Gesellschaft zu führen; ohne staatliche Kontrolle und naturverbunden. Hippies sind diese Leute nicht, eher Einsiedler und Nonkonformisten. Anfang der 1980er lebt Moon noch mit seinem Vater in den Wäldern eines Naturschutzgebietes in Alabama. Seine Mutter ist gestorben, doch Pap hat ihm alles beigebracht, was man zum Überleben in der Wildnis benötigt. Doch ohne ärztliche Versorgung wird ein Unfall schnell tödlich, und als sich Pap beim Fischen ein Bein bricht, infiziert sich die Wunde und er stirbt an den Folgen.

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Der zehnjährige Moon erhält von seinem sterbenden Vater die Anweisung, sich nach Alaska durchzuschlagen, dort gäbe es für Menschen wie Moon und noch genügend Freiraum, um ein selbstbestimmtes, natürliches Leben zu führen. Und nachdem Moon seinen Vater beerdigt hat, macht sich der Junge auf den Weg, doch es dauert nicht lange, bis ihm der Sheriff auf den Fersen ist und Moon in eine staatliche Erziehungsanstalt steckt. Dort trifft Moon auf viele Kinder, die keine Eltern mehr haben oder aus anderen Gründen unter staatlicher Fürsorge stehen. Besonders gut versteht er sich mit dem kränklichen Kit (Uriah Shelton) und mit dem Rabauken Hal (Gabriel Basso). Gemeinsam beschließen die drei abzuhauen und in den Wäldern zu leben. Doch es ist für Hal und Kit nicht einfach, sich an den kargen Lebensstil anzupassen, und Moon erkennt den Wert von Freundschaft, die er bis dahin nie gekannt hat.

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Regisseur Tim McCanlies inszeniert sein Jugendabenteuer nach einem Roman von Watt Keys, der auch unter gleichem Titel auf Deutsch vorliegt. Von der Anlage der Geschichte ist „Alabama Moon“ eine klassischer Abenteuerstoff für Jungs, doch in Film und Buch werden auch schwierige Themen wie der Tod, die Trauer und der eigenwillige Lebensstil von Moons Eltern behandelt, das wirft für die Zielgruppe Fragen auf und bleibt nicht ohne Erklärungsbedarf. Vor allem der Anfang des Films mit dem Unfall und dem Tod des Vaters erscheint zunächst starker Tobak zu sein, und doch ist es aus dem Lebensentwurf von Moons Eltern und daher auch für Moon, eine vollkommen natürliche Sache.

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In Verlauf des Films bemerkt der Junge allerdings immer häufiger, was ihm seine Eltern auch vorenthalten haben, weil sie einen so zurückgezogenen Lebensstil gewählt haben und als Moon Freunde findet, beginnt er, sich von dem bisherigen Leben zu distanzieren. Das ist für einen Zehnjährigen ein erstaunlich reifer Prozess, selbst wenn er, wie Moon, seinen Altersgenossen weit voraus ist.

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In Deutschland hat die FSK den Film ab 12 Jahren empfohlen und es dem Film damit schwierig gemacht ein Publikum zu finden: Denn die eigentlich angesprochene Zielgruppe ist eher jünger und ältere werden sich kaum für das begeistern, was ein Zehnjähriger veranstaltet. Umso schöner, dass der Film trotzdem einen Vertrieb gefunden hat, denn das Oldschool-Naturabenteur unterscheidet sich in seiner Ernsthaftigkeit wohltuend von dem heutigen Einheitsbrei harmloser Kinder- und Jugendunterhaltung. Allerdings kann man seine Kids bei „Alabama Moon“ nicht einfach vor dem TV-Gerät parken.

Fazit: Der Jugendfilm „Alabama Moon“ überzeugt mit einer guten und originellen Geschichte und einem sympathischen Hauptdarsteller, der es in jugendlichem Alter versteht, Begeisterung zu wecken und authentisch den Jungen aus der Wildnis darzustellen. Gerade weil die Geschichte die Kinder ernst nimmt und mit ernsthaften Themen konfrontiert, ist „Alabama Moon“ sehenswert, dass das Abenteuer dabei nicht auf der Strecke bleibt, macht den Film für die Zielgruppe spannend.




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