DVD-Trend

Treasure Guards: Archäologische Schnitzeljagd

fs @ Mittwoch, 05.10.2011

Es war einmal im Deutschen Fernsehen: Ein Mönch zweifelt an seiner Bestimmung und wird kirchlicher Spezialagent, eine attraktive Archäologin sucht nach Salomons Schatz und das „Schicksal“ führt die beiden zusammen. Gemeinsam erleben die beiden viele Abenteuer. Vom Gipfel des Abenteuerberges winken Indiana Jones und Robert Langdon milde lächelnd hinab ins Tal.

treasure_guards_t2.jpg

Auch wenn die internationale Co-Produktion „Treasure Guards: Das Vermächtnis des Salomo“ mit einer Actionsequenz beginnt, das Tempo ist in diesem Filmabenteuer ebenso schnell verpufft wie jegliches Überraschungsmoment. Da nützen weder die internationale Besetzung noch die attraktiven Schauplätze etwas, wenn die Story sich dermaßen absehbar gestaltet. Aber von Beginn an: Victoria Carter ist eine junge geniale und attraktive Archäologin, die bei ihren Grabungen in Geldnöten steckt. Sie gerät auf die Spur von Salomons Geheimnis und nimmt widerwillig die Hilfe des Vaters in Anspruch, der auch prompt mit dem Ausgrabungsfund verschwindet. Notgedrungen wendet sich Victoria an den Vatikan, um die weitere Suche zu finanzieren und die Reliquie zu finden. Der Vatikan unterhält eine gut ausgerüstete Geheimorganisation, die Treasure Guards, die selbst nach Reliquien suchen. Angelo ist gerade erst zu der Truppe gestoßen und macht sich geneinsam mit Anna auf die Suche nach Salomons Schatz, als blinder Passagier ist Angelos Halbbruder Luca dabei. Doch es gibt noch andere Interessenparteien, die hinter dem Schatz her sind.

treasure_guards_teaser.jpg

Das alles ist handlungsmäßig nicht sonderlich originell und setzt auf die bekannten und beliebten Motive großer Abenteuerfilme. Dass sich zwischen Anna und Angelo eine zarte Romanze anbahnt ist bereits klar, bevor sich die beiden treffen und überhaupt hat die archäologische Schnitzeljagd wenig Überraschendes zu bieten. Drehbuch und Inszenierung wirken tempoarm und häufig ein wenig ungelenk. Da hilft auch der eine oder andere nur halb zündende Witz nicht weiter.

Fazit: „Treasure Guards: Das Vermächtnis Salomons“ ist für eine TV-Produktion sicher aufwändig ausgefallen, allein es entsteht der Eindruck, man hätte dafür an Charakterentwicklung und Story sparen müssen. So bleibt halbwegs solide, aber sehr absehbare TV-Unterhaltung – nun auch auf DVD.




Meine Wertung:


Film zum Artikel:



Anzeige: