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Kino-Trend
"Jane's Journey" - Die Lebensreise der Jane Goodall
Die Dokumentation "Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" begleitet eine außergewöhnliche Frau auf ihrem Lebensweg: Jane Goodall. Sie ist die Gründerin des „Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation“ und UN-Friedensbotschafterin, mehr als 300 Tage im Jahr auf Reisen und fast jeden Tag an einem anderen Ort - Afrika, Nordamerika, Europa bis hin zu den schmelzenden Eiswüsten von Grönland. Unermüdlich macht sie auf die Not unserer Umwelt und der Tiere aufmerksam. Die Doku trägt zu dem Umwelt-Bewusstsein bei, indem sie die Welt aus „Dr. Janes“ Perspektive zeigt.
"Jane's Journey" gewährt zum ersten Mal private Einblicke in das Leben der engagierten Umweltschützerin und lässt den Zuschauer an Erfolg, Freude, Hoffnung und Liebe – aber auch an den Rückschlägen und Sorgen der heute 76-Jährigen teilhaben. Neben Personen aus Janes direktem Umfeld kommen auch Prominente wie Angelina Jolie und Pierce Brosnan zu Wort, die von ihren Begegnungen mit der Forscherin und ihrem Einfluss auf sie berichten.
Die Produktion
Viele Wochen lang begleitete Regisseur Lorenz Knauer Jane auf ihren Reisen quer durch die USA, dann weiter nach Tansania, Österreich und London, wo das Team Jane bei der Arbeit mit ihrer „rechten Hand“ Mary Lewis beobachten konnte. Anschließend ging es nach Bournemouth, in Janes Elternhaus, wohin sie seit der Kindheit zusammen mit ihrer Schwester Judy immer wieder zurückgekehrt ist. Hier gibt sie bisher nie gewährte Einblicke in ihr Privatleben. Darüber hinaus gelang es Knauer, bisher noch nie gezeigtes 8mm-Filmmaterial aus Jane Goodalls Privatbesitz aufzutreiben, das wunderbare Einblicke hinter die Kulissen ihrer frühen Jahre im „Dschungelcamp“, bei den Schimpansen in Gombe, gewährt.
Kritik
Eines vorweg: Die Dokumentation "Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" gehört nicht zu den Beiträgen, die dem Zuschauer mit mahnenden Worten, schockierende Bilder von Tierquälereien und toten Landschaften vor Augen führt. Im Gegenteil: "Jane's Journey" zieht die Thematik von der anderen Seite auf: Der Film zeigt vor allem atemberaubende Bilder der Tier- und Pflanzenwelt und glückliche Menschen, die etwas innerhalb ihrer Möglichkeiten bewegt haben. So wird dem Zuschauer sehr schnell klar, was er verlieren würde, wenn er nicht anfängt umzudenken. Damit hat Knauer einen Film geschaffen, der von Hoffnung getragen wird. Und genau das ist Janes Message: Wenn wir nicht mehr in der Lage sind, unseren Kindern Hoffnung zu geben, dann stirbt die Hoffnung aus.
Genauso positiv wie die Stimmung des Films kommt auch die Protagonistin rüber: Jane Goodall ist eine englische Lady, wie sie im Buche steht. Sie lockert die Thematik mit ihrem trockenen britischen Humor und kleinen Anekdoten aus ihrem ereignisreichen Leben auf. Unbeeindruckt von dem Rummel um ihre Person widmet sich Jane voller Liebe, Geduld, Ruhe und Hingabe ihrer Mission.
Fazit: "Janes Journey" ist eine ergreifende Dokumentation über soziale und ökologische Probleme der Gegenwart, die wachrüttelt und dabei mit faszinierenden Bildern vor Augen führt, für welch wunderbare Welt wir die Verantwortung tragen.
Über Jane Goodall
- Dame Valerie Jane Goodall, geboren am 3. April 1934 in London, ist die bekannteste Primatologin unserer Zeit.
- 1960 begann sie damit, in Tansania das Verhalten von Schimpansen zu erforschen.
- 1957 reiste nach Kenia und arbeitete im Kenya National Museum.
- Ab 1962 durfte sie sich ohne den erforderlichen Bachelor-Grad aufgrund der Anerkennung ihrer außergewöhnlich ertragreichen Verhaltensbeobachtungen an der Universität Cambridge zur Promotion einschreiben, die sie 1965 mit Erfolg abschloss.
- 1977 richtete sie das „Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation“ (JGI) ein, das ihren Namen und ihre wissenschaftliche Arbeit auf der ganzen Welt bekannt machte.
- Ende der Achtzigerjahre gab sie ihre Forschungsarbeit auf, um sich ganz und gar dem Umweltschutz und der Erhaltung der Natur zu widmen. Seitdem ist sie mehr als 300 Tage im Jahr rund um den Globus unterwegs, um Vorlesungen zu halten und Seminare zu leiten und überall zu zeigen, wie man respekt- und liebevoll mit den Menschen, Tieren und der gesamten Natur um uns herum umgehen sollte.
1991 gründete sie mit einigen Kindern in Tansania die Aktion „Roots & Shoots“ (Wurzeln & Sprösslinge), die sich innerhalb weniger Jahre auf der ganzen Welt verbreitete. Inzwischen existieren an die 10.000 Gruppen in über 120 Ländern. Hier entwickeln Kinder und Jugendliche eigene Ideen und kleine Projekte im Bereich Natur- und Umweltschutz, um so auch im Kleinen, im ganz persönlichen Umfeld, aktiv zur Verbesserung des Lebens auf der Erde beizutragen.
Meine Wertung:
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