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Kino-Trend
Step Up 3D - ein modernes Tanz-Märchen
Streetdancer Luke (Rick Malambri) lebt mit zahlreichen, jungen Tänzern verschiedenster Herkunft, die sich zu der Tanztruppe „House of Pirates“ zusammengeschlossen haben, in einem heruntergekommenen New Yorker Lagerhaus. Sie stehen kurz vor dem World Jam-Wettbewerb. Als Belohnung winkt eine hohe Gewinnsumme. Für die „Piraten“ eine große Herausforderung, denn sie müssen gewinnen und ihre Erzrivalen, das „House of Samurai“, besiegen, um ihr Zuhause, das Lagerhaus, weiterhin finanzieren zu können. Damit die „Piraten“ die World Jam gewinnen können, brauchen sie talentierten Nachwuchs und so macht sich Luke in der Untergrund-Tanzszene der Stadt auf die Suche nach neuen Talenten.
Schließlich stößt er auf zwei geeignete Tänzer: die unergründliche Streetdancerin Natalie (Sharni Vinson) und den Erstsemester Moose (Adam Sevani). Doch Natalie hat ein Geheimnis, das nicht nur die zarte Romanze zwischen ihr und Luke zerstören könnte, sondern alles, was sich die „Piraten“ aufgebaut haben. Als die hammermäßige Choreografie der „Piraten“ von den „Samurai“ geklaut wird, ist es Moose, der bei seiner alten Tanz-Crew von der Maryland School of the Arts um Hilfe bittet. Können die „Piraten“ gemeinsam mit der neuen Truppe das Ruder rumreißen und doch noch gut genug sein, um die besten Streetdancer der Welt zu schlagen?
Solider Genre-Beitrag
Obwohl das Tanzmärchen kaum mit erzählerischen Überraschungen brillieren kann, ist „Step Up 3D“ weitestgehen unterhaltend und wirkt zu keinem Zeitpunkt langatmig. Das haben die Zuschauer der ausbalancierten Inszenierung von Jon M. Chu zu verdanken, der es versteht, zwei Liebesgeschichten in einen Tanzfilm zu packen, ohne das Tempo zu verlangsamen. Wer hier ein ansprechendes Drama, außergewöhnliche Schauspielkunst oder unvorhersehbare Wendepunkte sucht, ist fehl am Platz. Doch wer sich „Step Up 3D“ ansieht, wird in der Regel keines der genannten Dinge wollen. Was zählt sind Musik, spektakuläre Tanzmoves und dazu hübsche Tänzer. Und diesen Ansprüchen wird der Film von Anfang bis Ende gerecht.
Die Darsteller werden zwar keine Orden für ihre schauspielerische Arbeit bekommen, erfüllen aber ihre Pflicht: Sie sind attraktiv, sympathisch und können tanzen. Auch dass sie aus Leidenschaft tanzen, kauft der Zuschauer ihnen jederzeit ab. Für visuelle Unterhaltung ist gesorgt: Die Tänze reichen von Latein über Hip Hop bis zu einer charmanten Hommage an alte Hollywood-Filme aus den 40er und 50er Jahren. Darüber hinaus werden die abwechslungsreichen Tanzchoreographien mit unterschiedlichen Bühnen kombiniert. Mal gibt es Tänze im Sand, dann bewegen sich die Protagonisten in einer großen Pfütze zu mitreißenden Beats und binden das spritzende Wasser spielerisch mit in die Choreographie ein.
3D? Nee!
Nahezu jedes Studio bringt derzeit einen 3D-Film in die Kinos und oft fragt sich der Zuschauer hinterher: Warum war der Film jetzt in 3D? Auch bei „Step Up 3D“ kommt diese Frage auf. Einen Mehrwert bietet der Effekt jedenfalls nicht und hätte ebenso gut weggelassen werden können.
Fazit: Liebhaber moderner Tanzfilme werden mit „Step Up 3D“ sicher ihre Freude haben. Der Wohl-Fühl-Film meidet zwar jeglichen Tiefgang, macht aber gute Laune und reiht sich geschmeidig in die Riege seiner zwei Vorgänger ein.
Meine Wertung:
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