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Babys - Einfach fantastisch

mu @ Mittwoch, 18.08.2010

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Die Dokumentation „Babys“ hat bereits in vielen Medien die Runde gemacht. Und auch wir haben uns den Film von Thomas Balmès angesehen und waren beeindruckt, wie amüsant und unterhaltsam eine rund 80minütige Dokumentation über das erste Lebensjahr sein kann.

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Der Film dokumentiert das erste Lebensjahr von vier unterschiedlichen Babys in vier verschiedenen Ländern. Ponijao gehört zum Stamm der Himba und kommt aus dem Nordwesten Namibias und hat neun Geschwister. Die Familie lebt im engen Kontakt mit der Natur. Hattie ist in San Francisco geboren und Einzelkind. Ihre Mutter ist Professorin, ihr Vater Chefkameramann. Bayar lebt in der zentralmongolischen Steppe und hat noch einen älteren Bruder. Mari ist das letzte Baby im Bunde und wächst als Einzelkind direkt in der Großstadt Tokio auf.

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Alle vier Babys wachsen in völlig unterschiedlichen Umgebungen und Kulturen auf. In zeitlicher Abfolge hat Regisseur Thomas Balmès die Entwicklung der Kinder dokumentiert – vom ersten Atemzug bis zu den ersten Gehversuchen. So unterschiedlich die Babys aufwachsen, alle lachen, weinen und entdecken ihre Umwelt. Während Bayar in der Mongolei vorwiegend mit Ziegen und Hühner in Berührung kommt, lernt Mari aus Tokio schon die überdimensionalen Verkehrsstraßen der Millionstadt kennen. Dabei wird dem Zuschauer schnell klar: Es geht hier nicht nur um das erste Lebensjahr eines Babys, sondern vor allem um intensive Eindrücke anderer Kulturen.

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Kulturbruch
Während uns Europäer die Lebensweise von Hatties Familie aus San Francisco noch am vertrautesten erscheint, sorgt Ponijao für das eine oder andere Schmunzeln, wenn er über die staubige Erde Namibias krabbelt. Wahrscheinlich geht Hattie auch deswegen etwas unter und die Szenen mit ihr wirken nicht ganz so aufregend. Denn was bei uns ein Staunen auslöst und für offene Münder sorgt, ist auf der anderen Seite der Weltkugel ganz normal. Schließlich sind uns Stuhlkreise, Babyschaukeln für Türrahmen oder gekachelte Duschen bekannt.

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Viel aufregender gestaltet sich da ein Bad mit Bayar, aus dem eine Ziege trinkt. „Babys“ lässt den Zuschauer über die Erziehung in den unterschiedlichen Kulturen nachdenklich stimmen. Da könnten sich westliche Eltern überlegen, ob das Kind wirklich jede Minute unterhalten und beobachtet werden muss. Bayar aus der Mongolei jedenfalls genießt sein tägliches „Freikrabbeln“ an der frischen Luft und fühlt sich zwischen einer Ziegenherde sehr wohl.




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