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Kino-Trend
Salt – Angelina Jolie in Höchstform
Die CIA-Agentin Evelyn Salt (Angelina Jolie) ist mit ihren Gedanken schon so gut wie zuhause bei ihrem Mann, denn sie haben heute ihren Hochzeitstag. Auf dem Weg aus dem Bürokomplex werden sie und ihr Kollege Ted Winter (Liev Schreiber) aufgehalten: Gerade ist ein russischer Überläufer angekommen, den sie noch verhören sollen. Salt führt das Verhör, während die Kollegen außerhalb das Gespräch mit verfolgen. Der Überläufer erzählt, dass der Tag X bald anbrechen wird, an dem der russische Präsident bei der Beerdigung des amerikanischen Vize-Präsidenten von einer russischen Schläferin ermordet wird. An diesem Tag sollen russische Schläferspione geweckt und in den Krieg gegen die USA geschickt werden.
Die Informationen lösen Unruhe und Verspottung bei den CIA-Agenten aus. Gerade als Salt das Verhör beenden will, verrät der Überläufer den Namen des russischen Schläfers: Evelyn Salt. Sofort schaltet die verdächtige CIA-Agentin um und ergreift die Flucht, um einer Verhaftung zu entgehen. Während sie von Polizei und CIA gejagt wird, muss sie das Leben ihres Mannes schützen und ihre Unschuld beweisen. Oder ist sie doch eine russische Schläferin, die eigentlich ganz andere Pläne verfolgt?
Die perfekte Rolle
Ursprünglich hieß Evelyn Salt eigentlich Edwyn Salt und war ein Mann. Denn der Drehbuchautor Kurt Wimmer hatte für die Titelfigur eigentlich einen männlichen Schauspieler vorgesehen. Dass das Script noch mehrmals umgeschrieben wurde und schließlich eine weibliche Hauptrolle vorsah, ist ein wahrer Clou und konnte dann mit Angelina Jolie nicht besser besetzt werden. Welche Schauspielerin sonst könnte für diesen Posten wohl in Frage kommen?
Doch so prädestiniert sie für die Rolle ist, Frau Jolie lenkt auch die gesamte Aufmerksamkeit auf sich und trägt den kompletten Film so gut wie allein. Platz für andere Rollen gibt es da kaum. Liev Schreiber („Unbeugsam“, „“X-Men Origins:Wolverine“), der eine gute Performance ablegt, schafft es stellenweise, aus ihrem Schatten hervorzutreten. Doch andere Charaktere, wie etwa der von Chiwetel Ejiofor als Salt jagender Agent Peabody („2012“, „American Gangster“), verblassen im Hintergrund.
Wer ist eigentlich Salt?
Die Fragen, wer Salt ist, wie sie denkt und welche Ziele sie verfolgt, werden nur zum Teil geklärt. Während die geheimnisvolle Agentin Evelyn Salt den ganzen Film über für Spannung sorgt, ist es allzu schade, dass Regisseur Phillip Noyce auch am Ende nicht alles von ihr aufdeckt.
Rennen, springen, schießen
„Salt“ ist praktisch vollgepumpt mit Actionszenen. Dem Zuschauer wird kaum eine ruhige Minute gelassen. Doch auch wenn die Action überwiegt, Regisseur Noyce findet einen guten Rhythmus zwischen Verfolgungsjagden und ruhigeren Szenen mit emotionalen Dialogen. So verleiht er auch der kühlen und gnadenlosen Agentin etwas Tiefgang und der Zuschauer lernt sie nicht nur von der Agenten-Seite kennen.
Sehr komplex ist der Spionage-Thriller nicht. Auch wenn viele Wendungen irgendwie vorauszuahnen sind und der ganz große Bruch ausbleibt, spannt der Film den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde auf die Folter. Das liegt vor allem an den vielen Actionszenen, die solides Handwerk vorzeigen. Realismus hat „Salt“ nicht unbedingt gepachtet. Auch wenn der Film nie richtig abhebt, ist es an einigen Stellen schon erstaunlich, wie viel eine CIA-Agentin aushalten kann. Doch sind wir mal ehrlich: Welcher Action-Film kann von sich behaupten, vollkommen realistisch zu sein?
Fazit: Ein Muss ist „Salt“ nicht. Dafür bricht der Film zu wenig aus seinen Genre-Konventionen aus. Insgesamt ist der Actionfilm aber durchaus sehenswert und sorgt für kurzweilige, aber gute Unterhaltung mit einer starken Angelina Jolie.
Meine Wertung:
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