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Ein Prophet - hochgelobtes Genre-Kino

mu @ Donnerstag, 11.03.2010

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Regisseur Jacques Audiard („Lippenbekenntnisse“) greift nach den Sternen. Mit „Ein Prophet“ wird er sich endgültig als Meisterregisseur einen Namen machen. Nicht umsonst ist der Film in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für den Oscar nominiert gewesen. Doch wer Audiards neuestes Werk sehen will, muss einiges an Sitzfleisch vorweisen können…

 

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Der 19-jährige Malik El Djebena (Tahar Rahim) wird zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Der junge Franzose maghrebinischer Abstammung landet in einer Haftanstalt, das von einer korsischen Mafiagruppe kontrolliert wird. Ihr Anführer, César Luciani (Nils Arestrup), bietet dem Analphabeten Malik seinen Schutz an, allerdings nur, wenn er einem Mitgefangenen die Kehle durchschneidet. Aus Angst begeht Malik die Tat und steigt innerhalb der Gefängnismauern weiter in der Hierarchie auf.



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Während der junge Franzose immer mehr Privilegien genießen kann und Luciani ihm Vertrauen schenkt, wird er von den Korsen nie richtig akzeptiert. In seinen Träumen plagt ihn die Erscheinung des von ihm ermordeten Mitgefangenen. Trotzdem lernt Malik schnell, sich zu arrangieren, führt Botengänge aus und gewinnt mehr und mehr an Sicherheit, auch unter seinen nicht-korsischen Mitgefangenen. Doch vor allen verbirgt er seine wahren Pläne.



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„Ein Prophet“ beginnt recht harmlos mit dem Eintreten Maliks in ein Gefängnis. Doch es dauert nicht lange, bis der Film an Fahrt gewinnt. Der junge Franzose arabischer Abstammung findet sich immer besser im harten Gefängnisleben zurecht. Ruhig, mit viel Liebe zum Detail und stets sein Ziel vor den Augen erzählt Regisseur Jacques Audiard die sechs Jahre Haft, in der ein Moment spannender als der vorige ist. Und obwohl der Film die meiste Zeit innerhalb der Gefängnismauern spielt, wirkt er ganz und gar nicht eintönig. Dafür glänzen die wenigen, bedachten Szenen, die außerhalb stattfinden, umso mehr.





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