|
|
|
|
|


Kino-Trend
Parkour - Leidenschaftlicher Sport und krankhafte Eifersucht
Der Film wurde bereits mit einigen Förderpreisen belohnt und war auch auf der 60. Berlinale zu sehen. Für den Filmakademie-Absolventen Marc Rensing, der bereits Erfahrung mit einigen Kurzfilmen gemacht hat, könnten sich einige Türchen geöffnet haben.
"Parkour" handelt von dem jungen Gerüstbauer Richie, der mit seinem Leben eigentlich zufrieden sein könnte. Er hat einen Job und eine hübsche Freundin, die ihn liebt und auch Verständnis für seine Lieblingsfreizeitbeschäftigung, das „Parkour“ Laufen, hat. Dabei geht es darum, sich die geistigen und körperlichen Fähigkeiten anzueignen, um jegliche Hindernisse, die sich in der Umgebung in den Weg stellen, effizient und sicher zu überwinden. Immer dabei sind seine beiden Freunde Nonne und Paule, die seine Leidenschaft für Parkour teilen.
Doch Richies latente Eifersucht droht die Beziehung zu seiner Freundin und zu seinen Freunden zu zerstören. Da er sich die Schwäche nicht eingesteht, gerät der junge Gerüstbauer immer tiefer in den Strudel aus Verlustangst und Kontrollverlust, bis er sowohl Job als auch Freundin zu verlieren scheint.
Was wirklich überzeugt, sind die sportlichen „Parkour“-Einlagen der männlichen Charaktere, insbesondere die von Christoph Letkowski (Richie). Durchtrainierte, athletische Körper und prachtvoll in Szene gesetzte Stunts wirken (zumindest für den Laien) authentisch und dynamisch. Vor allem die Sequenz zu Beginn bietet einen lockeren Einstieg und einen Augenschmaus für weibliche Kinobesucher. Doch der Spielfilm verliert zunehmend an Dynamik und Spielfluss.