DVD-Trend

Die Vergangenheit ist nicht vorbei: Verblendung

fs @ Montag, 08.02.2010

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Rechtzeitig zum Kinostart des zweiten Films der „Millenium“-Trilogie erscheint mit „Verblendung“ der Auftakt auf DVD. Der sehenswerte schwedische Thriller bleibt der Bestseller-Vorlage von Stieg Larsson weitgehend treu und ist definitiv nichts für zarte Gemüter, wie man dem Originaltitel „Männer, die Frauen hassen“ unschwer entnehmen kann.

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Der Enthüllungsjournalist Mikael Bomkvist (Michael Nyquist) muss sich vor Gericht wegen Verleumdung verantworten, denn seine Anschuldigungen gegen einen mächtigen Konzern sind nicht mehr beweisbar. Blomkvist wird zu einer ruinösen Geldstrafe und einer Haftstrafe verurteilt. Damit scheint sein Ruf als kritischer Journalist zu brökeln und die Zeitung Millenium muss das Geld aufbringen.

In dieser Phase bekommt Blomkvist, der sicher ist, riengelegt worden zu sein,  von dem alten Industrie-Patriarchen  Henrik Vanger ein lukratives Angebot: Er soll das Verschwinden von dessen Nichte vor mehr als vierzig Jahren nochmals untersuchen. Nach anfänglichen Zweifeln nutzt Blomkvist die Gelegenheit, sich eine Auszeit zu verschaffen und zieht für die Zeit der Recherche auf das abgelegene Anwesen der Industriellenfamilie.

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Doch irgendwie verlaufen alle Spuren im Sand. Erst als sich die professionelle Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace) in die Untersuchung einmischt, geht es voran. Lisbeth, die wegen Gewalttätigkeit unter Vormundschaft steht, hatte den Journalisten zuvor ausspioniert. Dabei muss sich Lisbeth auch noch mit einem neuen Vormund herumschlagen, der ihre bisherigen Freiheiten erheblich beschneidet und seine Machtposition ausnutzt. Für die unbeugsame und eigenwillige 24-Jährige ein unerträglicher Zustand.

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Doch auch nach Beendigung des Auftrags lässt die Computer-Expertin den Journalisten nicht von der Angel und kommt auf einen entscheidenden Hinweis. Es wird Zeit zusammenzuarbeiten: Gemeinsam geht das ungleiche Paar verschiedenen Spuren nach und stößt dabei auf Familiengeheimnisse und eine bestialische Mordserie.

Die posthum erschienenen Thriller des Journalisten Stieg Larsson definieren sich schon sehr stark durch Sex und Gewalt und die Verfilmungen können auf diesen Aspekt nicht verzichten. Aber die Filmemacher wissen um die Macht der Bilder, die einfach direkter wirken als Worte und vermeiden es zu explizit zu werden. Dennoch ist „Verblendung“ nicht ganz ohne, Larssons Leser wissen das.





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