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Kino-Trend
Schmerzhaft romantisch: New Moon, der zweite Twilight-Teil
Und genau da starten die Probleme der ernsthaften Auseinandersetzung mit „New Moon“. Doch dazu später mehr. „Twilight“ ist im Wesentlichen ein Teenager-Phänomen, das sich von Amerika aus weltweit verbreitet hat, und das aus gutem Grund. Die überaus erfolgreichen Roman-Bestseller von Stephenie Meyer werden nun nach und nach verfilmt, und man kann davon ausgehen, dass der Erfolg nicht geringer werden wird, sondern sich von Ausgabe zu Ausgabe steigert.
Schon jetzt hat „New Moon“ den Vorgänger „Twilight“ in Punkto Einspielergebnis getoppt und es fast bis an die ewige Spitze der Filmcharts geschafft. Dabei geht es wie bei den meisten Teenie-Themen gar nicht um cineastische Qualität, ebenso wie beispielsweise in Disneys „High School Musical“-Serie, sondern darum, den Nerv des Publikums zu treffen. Das ist bei einer Romanverfilmung nicht sonderlich schwierig und alle etablierten Trademarks werden ausgebaut und noch einmal in die Waagschaale geworfen. In dieser Hinsicht ist „New Moon“ absolut gelungen.
Die Handlung ist schnell umrissen: Bella wird volljährig und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Edward sie zum Vampir macht. Doch Edward weigert sich nicht nur, sondern verlässt Bella, nachdem es auf ihrem Geburtstagsfest zu einem Zwischenfall kommt. Bella leidet und zieht sich zurück, bis sie einen Weg findet, wie sie Edward nahe sein kann. Gleichzeitig freundet sie sich mit Jacob Black an, der sich in Bella verliebt. Nur ist Jacob ein Werwolf und ein Erzfeind der Vampire. Bella findet sich in einer mehrfachen Zwickmühle wieder.
„New Moon –Biss zur Mittagsstunde“ steht symbolisch auch für die dunkelste Stunde in Bellas Leben und damit verbundenen Herzeleid. All das ist wirksam und plakativ in Szene gesetzt und mit Musik versehen. Moderne Hits und getragene Streicher-Arrangements wechseln sich stimmungsvoll ab. Doch wirklich viel passiert eigentlich nicht, in dem zweiten von vier 2Twilight"-Teilen. Vielmehr geht es um das hochemotionale, wahre Gefühl – und davon gibt es in „New Moon“ reichlich.
Besser als „Twilight“ ist „New Moon“ aber nicht - kann auch gar nicht. Schließlich sind die wichtigen Charaktere schon eingeführt und es ist von vorneherein klar, dass die Geschichte nach dem Ende von „New Moon“ weitergehen wird. Eine undankbare Aufgabe, die Regisseur Weitz, ganz den Fans verpflichtet, meistert.