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Film-Festival

Franks Flimmer-Fest 09: Tag 8 - Donnerstag

fs @ Freitag, 02.10.2009

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Nach "Applause" gönne ich mir eine Pause von den bewegten Bildern.  Ich habe inzwischen genug Filme gesehen, um zu wissen, dass es manchmal einfach nicht hilfreich ist, sich gleich in die nächste Welt zu stürzen. Das tut weder mir gut noch dem Film, den ich sonst sähe.

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So ist "Departures" (OT: Okiribito, deutscher Titel: "Nokan - Die Kunst des Ausklangs") der dritte und letzte Film des heutigen Tages. Und wieder spielt Musik eine tragende Rolle. Ich treffe den zweiten Cellisten des Festivals (nach Mister Ayers aus  "Der Solist"). Wer den Oscar-gekrönten Film verpasst haben sollte, kann sich schon den 26. November vormerken, dann läuft "Departures" hierzulande in den Kinos.

Daigo Kobayashi ist Cellist in einem zweitklassigen tokyoter Orchester. Er hat sich gerade ein neues teures Instrument gekauft, als das Orchester aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst wird. Zusammen mit seiner Frau Mika geht Daigo nun zurück in seine Heimatstadt in Japans Norden.

Dort wohnen die beiden in Daigos geerbtem Elternhaus. Seine Mutter ist verstorben, sein Vater hat die Familie früh sitzen gelassen. Auf seiner Jobsuche stolpert Daigo über eine Anzeige, die den perfekten Job inseriert: wenig Arbeit, viel Geld, keine Kenntnisse notwendig. Doch es gibt einen Haken.

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Eher widerwillig gerät Daigo in seine Arbeit als "Bestatter". Zusammen mit seinem Chef bereitet er nach altem Ritual die Toten auf die letzte Reise vor, weil die Familien dies heute nicht mehr selbst machen: Aufbahrung, Waschung, Verabschiedung der  Verstorbenen im Kreis der Trauernden. Mika ist nicht begeistert von Daigos neuem Job und verlässt ihn, denn er hält an der Arbeit fest.

"Departures" ist im Grunde ein ruhiger, schöner Film über die Suche eines jungen Mannes nach sich selbst. Yôjirô Takitas Film wurde zu Recht hochgelobt und mit vielen Preisen ausgezeichnet. (8/10)

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Der Donnerstag beschert mir also nur sehenswerte Filme und die Frage, was mich am Thema Musik im Film so fasziniert. Aber darüber werde ich nch ein wenig nachdenken. Erstaunt sinniere ich noch über die beiden Cellisten. Soll mir das Instrument irgendetwas über den Menschen sagen? Fragen, Gedanken, Anregungen - so soll es sein. Während ich über meine Hitliste nachdenke, ziehe ich mal eben diese ganze Bewertungsmasche in Zweifel...

Wie auch immer, meine "Top 5": 1. "One Week", 2. "All Tomorrow's Parties", 3. "Cold Souls", 4. "Der Solist", 5. "Castro".

Bis morgen.



 





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