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Film-Festival

Franks Flimmer-Fest 09: Tag 7 - Mittwoch

fs @ Donnerstag, 01.10.2009

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Vielleicht liegt es an den beiden sehr guten und langen Vorgängern und den eher kurzen Pausen, dass der Funke bei mir nicht überspringt, während ich "The Last Days of Emma Blank" schaue (OT:"De laatste dagen van Emma Blank"). Die bitterböse, schwarzhumorige, holländische Komödie hat durchaus ihre Momente, fasste mich aber nicht an. Vielleicht, weil das Setting zu abstrakt ist; vielleicht, weil die Verbindung der Personen zu absurd ist; vielleicht auch nur, weil mein Hirn nicht mehr Bilder fassen konnte oder wollte?

Dabei ist van Warmerdams "The Last Days of Emma Blank" ebenso schlicht wie wirkungsvoll inszeniert. Emma ist todkrank und hat einen kleinen Haus- und Hofstaat um sich versammelt, den sie nach belieben triezen und tyrannisieren kann. Es ist schwer, Emma irgendetwas recht zu machen, und nur die Aussicht auf ein Erbe hält das "Personal" bei der Stange.

Dass dabei dann doch nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, versteht sich und macht das besondere des Films aus. "Emma Blank" wird sicherlich ein dankbareres Publikum finden als mich und ist für Freunde schwarzen Humors auch empfehlenswert.  (5/10)

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Kinowechsel und eintauchen in eine andere Welt, eine andere Zeit. "Angel Mine" läuft in der Neuseeland-Reihe und stammt aus dem Jahr 1978. Der Film über ein gelangweiltes Ehepaar, dass von einem Killer-Paar verfolgt wird markiert dass Erstlingswerk des Kult-Regisseurs David Blyth. Wer jetzt schon Gore-Deluxe erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr stellt sich der Film als extrovertierte und experimentelle Sozial-Kritik dar, die aber trashig daherkommt und auch mit schlechtem Geschmack kokettiert.

Der langweilige Alltag des Paares wird kontrastiert von schriller Musik, alptraumartigen Sequenzen und dem Killer-Paar, das von den selben Schauspielern verkörpert wird. Auch das ist eine Aussage und nicht nur dem Budget geschuldet. Heute würde man so vermutlich keinen Film mehr drehen, aber als Zeitdokument hat die Filmsprache von "Angel Miine" etwas Visionäres.(5/10)


Einer der ersten Gedanken während des Films war, ob die Anfangssequenz von "Angel Mine" wohl die "Piano am Strand"-Szene von Jane Campions "Das Piano" beeinflusst hat?

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Eigentlich stehen jetzt zwei persönliche Pflicht-Termine an: Werner Herzogs "Bad Lieutenant" und hinterher das dänische "At World's End". Doch es regnet und ich bin nicht gut ausgerüstet. Vor die Wahl gestellt nass im Kino zu sitzen oder halbwegs trocken den Festival-Tag zu beschließen, entscheide ich mich für Letzteres. Zu hause angekommen, stellt sich das als richtige Entscheidung heraus. Das Filmfest fordert seinen Tribut und ich will nicht den ungesehenen Filmen nachtrauern, sondern mich an dem freuen, was ich gesehen habe.

Womit wir bei meiner aktuellen Top 5 angelangt sind, auch da hat es Verschiebungen und einen Neuzugang gegeben: 1. "One Week", 2." Cold Souls", 3. "Der Solist", 4. "Casto", 5. "Coco & Igor". Der Überraschungs-Spitzenreiter hält sich erstaunlich gut.

Soviel dazu, bis morgen.




 





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