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Film-Festival

Franks Flimmer-fest 09: Tag 5 - Montag

fs @ Dienstag, 29.09.2009

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Am Montag erhöhe ich die Schlagzahl und komme prompt mit dem Schreiben in Verzug. Immerhin gab es dafür vier gelungene Kinobesuche und das ist die Hauptsache. Eindeutiger Tagessieger ist "Der Solist".

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Aber der Reihe nach: Für "Dicke Hose", Henna Peschels ("Maddog") neuem Film jagt man die Fachbesucher früh aus dem Bett, doch es lohnt sich. Sleepy sitzt auf'm A-Amt und braucht Inspiration und Kohle. Eigentlich will er mal Manager werden, aber der freundliche Sachbearbeiter schwatzt ihm eine Ich-AG als Pizzaservice auf. Doch Sleepy hält sich wacker und schafft es ganz nebenbei seine Posse zum Vorsingen in die 24/7-Studios zu bringen.

In allerbester Trash-Manier servieren die Regisseure Henna Peschel und Miles Terheggen eine andere Hommage an das Ghetto Altona, bleiben dabei aber immer überspitzt in dem Ghetto-Gangster -Rap-Kontext. Das Ganze ist unabhängig finanziert und bringt frischen Wind in die Filmlandschaft. Wo Dicke Hose" draufsteht, ist auch dicke Hose drin. (7/10)

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Monty Python würden sagen: "And now to something completely different". "Examined Life" ist schon speziell. Die kanadische  Dokumentarfilmerin Astra Taylor holt amerikanische Intellektuelle vor die Kamera, die jeweils zehn Minuten Zeit haben, ihre Gedanken zum modernen Leben darzulegen. Dabei sind nicht nur die Gedanken in Bewegung, sondern auch die Denker. Abgedeckt wird in den 90 Minuten ein breites Spektrum angewandter Philosophie, das zum Nach- und Mitdenken anregt. Slavo Zizek vertritt selbstverständlich die provokanteste These zum modernen Leben, aber die anderen Denker haben es gleichfalls in sich.

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"Examined Life" überzeugt mit einem guten Konzept, zwingt die Denker auf den Punkt zu kommen und spannt auch filmisch gekonnt einen Bogen durch die Fragen nach dem großen Ganzen. (7/10)

Nach soviel Hirnfutter ist wieder etwas Entspanung und Unterhaltung angesagt. Die wird in "Resiste! Aufstand der Praktikanten" geboten. Die Komödie um die Generation Praktikum ist der Abschlussfilm von Regisseur Jonas Grosch, der schon mit seinem Dokumentarfilm "Der Weiße mit dem Schwarzbrot" auf sich aufmerksam machte.

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Til hat vom Praktikanten-Dasein die Nase voll, als er statt einer Anstellung erneut eine Verlängerung angeboten kommt. Da kommt ihm die Idee, eine Beratungsagentur für ausgebeutete Praktikanten zu gründen. Der Laden läuft auch ganz gut. Eines Tages taucht dann Sydelia auf, die extra wegen eines Jobs von Paris nach Berlin gezogen ist, doch der Job stellt sich als Praktikum heraus. Sydelia, die Til noch von früher kennt, fängt in dessen Agentur zu arbeiten an und mischt den Laden linksaktivistisch auf. Doch auch ein ominöser Interessenvertreter der Wirtschaft wirft dem jungen Unternehmen Knüppel zwischen die Beine.

"Resiste" nimmt sich komödiantisch eines Missstandes an, unter dem viele junge Leute leiden, verquickt das mit einer Love-Story und einem Familienkonflikt. Das ist ambitioniert, funktioniert über weite Strecken ganz gut und wird von den Darstellern, allen voran Hauptdarsteller Katharina Wackeragel und Hannes Wegener) mit viel Leben gefüllt, doch ein wenig mehr Biss hätte dem Film nicht geschadet. Vielleicht ist auch das ein Statement zur Generation Praktikum. Wie auch immer, "Resiste" ist eine unterhaltsame Komödie geworden, die am 12. November in die Kinos kommt. (5/10)





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