Die Kunst zu gewinnen - Moneyball
Underworld Awakening
Dame, König, As, Spion
Zettl
Die Summe meiner einzelnen Teile

Film-Festival

Franks Flimmer-Fest 09: Tag 3 -Samstag

fs @ Sonntag, 27.09.2009

Seite 1 | Seite 2
Der Samstag auf den Filmfest Hamburg sollte einfach Spaß machen. Drei Filme mit für mich guter Papierform. Was soll da schief gehen? "Baghead" geht schief. "The Candidate" und "Reykjavik - Rotterdam" erfüllen die Erwartungen.

cinetrend-komentar_v2.jpg

Mehr ist am Samstag einfach nicht drin, da ich auch private Verpflichtungen habe. Beinahe gehen mir in dem Trubel die Fußballergebnisse durch die Lappen: Pauli hat's erneut gerissen. Ich nehme es mit Gelassenheit. Aber zurück zum Film.

reyk10_0034.jpg

Den Auftakt macht heute der isländische Thriller (treffender Krimi) "Reykjavik - Rotterdam". Die Story stammt von Arnaldur Indridason, dem Krimiexport der Insel. Der von der ARD/Degeto mitproduzierte Film ist eine typische Kleinganoven-Kiste. Aus sozialer Not wird Kristofer, obwohl auf Bewährung, schwach und geht für die Familie ein letztes Mal auf Schmuggeltour. Mit seinen alten Kumpels will er einen Kleintransporter voller Schnaps "importieren". Dabei geht einiges schief, wie sollte es anders sein. Während Kristofer sich mit seinem dusseligen, jungen Schwager rumärgern muss, zieht daheim Kristofers bester Kumpel seltsame Sachen ab. Und die Frage bleibt: Was sagt uns das über moderne Kunst?

"Reykjavik Rotterdam" ist solide, spannend und lebt von der Lakonie, ist trotzdem auch lustig und gut konstruiert. Für einen Kinofilm vielleicht kein Hammer, aber die TV-Zuschauer können sich auf ein Highlight im Programm freuen. (6/10)

baghead_0024.jpg

Der nächste Film auf meiner Liste, "Baghead",  gehörte im Vorfeld zu den wenigen "Must-Sees", wurde als Mischung aus "Blairwitch Projekt", "Clerks" und "Fargo" angepriesen und sollte daher voll auf meiner Welle liegen. Doch Pustekuchen: Nach gelungenem Anfang - Szene auf einem Filmfestival - wird's recht schnell langweilig. Der Humor ist nicht meiner und Innovation kann ich nicht erkennen. Subtiler Eklektizismus würde ich sagen, so auffällig clever gemacht aber dennoch überflüssig.

Die Darstellung ist allerdings gut: Selten habe ich so nervige Mädels auf der Leinwand gesehen. Hut ab. Die vier unbeschäftigten Schauspieler ziehen sich zwecks Filmprojekt in eine Hütte im Wald zurück. Den kompletten Film will man in gemeinschaftlicher Anstrengung am Wochenende entwickeln. Das haut vorne und hinten nicht hin, und die Filmidee läuft darauf hinaus, dass ein Killer mit Papiertüte aufm Kopp rumrennt. Nu je! (3/10)





Anzeige: