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Film-Festival

Franks Flimmer-Fest 09: Tag 2 - Freitag

fs @ Samstag, 26.09.2009

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Der Freitag beginnt mit ersten Entscheidungen und dem möglichst besten Einstieg in das Filmgeschehen auf dem 17. Filmfest Hamburg. "One Week" entpuppt sich dabei als extrem gute Wahl.

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Nicht nur, dass der Titel sehr fein als Motto für die kommenden Tage gelten kann, der Film entpuppt sich unerwartet als Perle. "One Week" ist die Story von Ben (Joshua Jackson), bei dem Krebs im Endstadium diagnostiziert wird. Der Endzwanziger kauft sich eine alte Norton und lässt Lehrerjob, Verlobte und Familie für einen Motorradtrip quer durch Kanada zurück. Ursprünglich sollte die Tour nur zwei Tage dauern, doch schnell wird daraus ein für Ben intensiver Selbstfindungstrip mit vielen Begegnungen.

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Michael McGowans Film "One Week" glänzt mit viel Witz, grandiosen, kanadischen Landschaften und einem extrem wirkungsvoll eingesetzten Off-Erzähler, der uns mit den nötigen Innenansichten versorgt. Joshua Jackson ist perfekt für die Rolle. Ein Bisschen von Robert Pirsigs "Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten" schwingt auch mit. Das ist genau meine Art von Lieblingsfilm. Leider noch kein Kinostart in Sicht. (9/10)

Ja, soll man jetzt mit der Wertung noch vorsichtig sein, nicht wissend, was noch an tollen Filmen kommt? Eventuell reicht die Skala nicht für stetig neue Lieblingsfilme und Superlative? Alles Quatsch, das Werk steht ja für sich selbst und muss auch so gewürdigt werden. Für meine "Top 5" habe ich jetzt jedenfalls eine Messlatte. 

Wenn nicht noch Tagesgeschäft zu erledigen wäre, hätte ich jetzt die filmische Auswahl zwischen China, Japan und Litauen, doch das Büro ruft. Das ist der Nachteil, wenn man ein Heimspiel hat: Der Alltag will integriert sein.

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Weiter geht's mit meinem Mads Mikkelsen Tag. Zunächst schaue ich "Die Tür" und später "Coco Chanel & Igor Stravinsky", in beiden Filmen spielt Mikkelsen ("Casino Royale", "Adams Äpfel") die Hauptrolle und beide sind sehenswert. Wobei "Die Tür" auf eine Romanvorlage des deutsch-türkischen Autors Akif Pirinçci zurückgeht, dessen "Felidae"-Roman ein ziemlicher Welterfolg war.

"Die Tür" kommt am 12. November in die Kinos und die deutsche Produktion bietet eine ganz ordentliche Mischung aus Psycho-Drama und Thriller. Der erfolgreiche Maler David Andernach (Mikkelsen) verliert seine Tochter durch ein egoistisches Fehlerhalten und zerbricht an dieser Schuld ebenso wie seine Ehe. Jahre später entdeckt Andernach eine Pforte zurück zu jenem traumatischen Tag, und er bekommt eine zweite Chance, sein Leben anders zu gestalten. Doch weil es nichts im Leben umsonst gibt, entwickelt sich die neue Idylle schnell zum Alptraum.

"Die Tür" funtioniert aufgrund der guten Hauptdarsteller Jessica Schwarz, Thomas Thieme und Mads Mikkelsen, obwohl alle auf der Leinwand schon präsenter waren. Storytechnisch war es nicht ganz so meine Sache und die Musik war mir definitiv zu nervtötend in den Vordergrund geschoben, dennoch solides deutsches Kino. (6/10)





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