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Film-Festival

Franks Flimmer-Fest 09: Tag 1 - Eröffnung

fs @ Freitag, 25.09.2009

Vorfreude, Aufregung und hohe Erwartungen kollidieren heute noch mit dem Alltagsgeschäft. Doch da ich für den Eröffnungsfilm keine Karten mehr ergattern konnte, bleibt der Abend für die nötige Planung der nächsten Tage. Trotzdem muss ich ganz schön rotieren.

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Die offizielle Eröffnung läuft ohne mich auch ganz gut, aber meine Planung und Organisation der Vorführungen ist schon erschlagend. Ausgerüstet mit den Erfahrungen aus dem letzten Jahr und auf diversen Rockfestivals erprobt, klappt alles gut und irgendwann habe ich auch ein grobes zeitliches Konzept im Kopf.

In diesem Jahr ist die Organisation anders: Das wesentliche Publikumsfestival findet wieder im Cinemaxx am Dammtor statt, "Michel", das Kinder- und Jugendfilmfest, wird im Zeisekino in Altona, abgehalten. Die "Fachleute" haben ihre eigene kleine Festivalinsel im Abaton-Kino. In der Ponybar nebenan ist unsere Anlaufstelle. Das ist gut gelöst und ich fühle mich in meinem Haus- und Hofkino gleich wohl. Natürlich sind die Säle und Leinwände nicht so maxx wie im Cine, aber die Atmoshäre stimmt und die Kollegen verlieren sich nicht in der Weitläufigkeit. Zwischen den Filmen ist es am Grindel definitiv angenehmer auszuhalten, als an Dammtor-Bahnhof.

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Auch für die Kids finde ich die Verlagerung in eine "eigenes" Kino angemessen und richtig. Es ist im Zeise-Kino einfach heimeliger. Schade, dass es nicht auf meiner Einflugschneise liegt. Der Weg frisst einfach zuviel Zeit, so dass ich gleich zu Beginn beschließe, "Michel" aus der Planung zu nehmen. Leicht fällt mir das nicht, da ich im vergangenen Jahr viel Spaß in den Vorstellungen hatte. Und erzähl das mal den Einheimischen: Hamburg ohne Michel!

Der Blick in den "Stundenplan" mit den Pressevorführungen bringt die erste Ernüchterung: weniger Filme als im letzten Jahr und   jeweils eine Vorführung. Immerhin werden rund 70 Filme gezeigt, je drei parallel. Doch vor allem die "kommerziellen" Produktionen finden nicht tagsüber statt, dafür muss ich dann abends Festival-Luft schnuppern. Das werde ich auch.

Schnell wird klar, dass ich sowohl "Soul Kitchen" verpassen werde als auch "Lippels Traum". Schade, denn beide standen auf meiner "unbedingt sehen"-Liste. Jammern hilft nicht, und ich konzentriere mich auf die Filme, die ich fast sehnsüchtig erwarte: "Cold Souls", "Burning down the House", "Dicke Hose", "The Candidate", "Baghead", "Departures", "Reykjavik-Rotterdam".

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Gestern abend ging es dann richtig los, während sich der rasende Reporter noch mit zu besprechenden DVDs beschäftigt. Das "Heimspiel" für die Leute von "Soul Kitchen" geriet zum euphorisch gefeierten Triumph. Das Publikum der Deutschlandpremiere liebte den Film. An Prominenz waren neben Akin und Bleibtreu auch Mats Mikkelsen, Sarah Wiener und Peter Lohmeier und andere Filmschaffende dabei. Standing Ovations für "Soul Kitchen" und wie immer feiert man sich selbst auch ein bisschen.

Ein grandioser Festivalstart. Rund 1000 Zuschauer ist schon eine Marke, wenn man bedenkt, dass das Filmfestival Hamburg zwar einen guten Ruf hat, aber nun auch kein Mega-Event ist, auf das die Filmwelt schaut. Das ist Hamburg, weder Cannes, L.A., Berlin oder Venedig.

Morgen mische ich mit: Wie im vergangenen Jahr werde ich täglich Eindrücke und filmischen Erlebnisse schildern, mein Ohr am Puls des Publikums haben und eine Top 5 anlegen.





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