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Film-Festival
Die 66. Filmbiennale in Venedig: Preise und Nachbetrachtung
Der Hamburger Regisseur Fatih Akin konnte für seinen modernen Heimatfilm „Soul Kitchen“ den Spezialpreis der Jury einstreichen und hat damit mit dem dritten Film in Folge auf einem internationalen Filmfestival einen Hauptpreis gewonnen. Die Hamburger selbst können sich schon freuen, denn am 24. September wird „Soul Kitchen“ das Filmfest Hamburg eröffnen. In die Kinos kommt „Soul Kitchen“ erst im Dezember.
Den goldenen Löwen gewann „Lebanon“ von Samuel Maoz, ein israelisches Drama, das auch mit deutscher Filmförderung produziert wurde. Ebenso wie „Women Without Men“ von Regisseurin Shirin Neshat, das sich die iranische Revolution gegen den Schah zum Thema nahm. Eine vollständige Liste der Preisträger findet sich auf der offiziellen Seite der Filmfestspiele in Venedig (Link unten).
Betrachtet man das deutsche Presseecho zu den 66. Filmfestspielen, so fällt schon eine gewisse Zwiespältigkeit in der Berichterstattung auf. Einerseits wird wohlwollend angeführt, dass die gekürten Filme alle mit deutscher Förderung entstanden, andererseits wird dies auch kritisch hinterfragt.
Und als sei es ein Reflex, kann sich die Presse nicht bescheiden, schlicht die Jury-Entscheidungen gutzuheißen, sondern muss noch auf diverse Filme im Wettbewerb hinweisen, die doch viel eher preiswürdig gewesen wären. Eine weit verbreitete Einschätzung ist, dass die Jury um Ang Lee solche Filme bevorzugt habe, deren klare Botschaft sich eindeutig inszeniere. Also eher Konsens als Kontroverse. So gingen auch die vier amerikanischen Beiträge leer aus, nachdem im vergangenen Jahr Darren Aronfskis "The Wrestler" den goldenen Löwen gewann.
Immerhin, Glanz und Glamour waren während des Festivals gewährleistet. Das Staraufkommen war erwartungsgemäß hoch und viele Hollywoodgrößen nutzen die Chance sich in Venedig zu zeigen, sobald ein Film mit ihrer Mitwirkung gezeigt wurde, zumeist außerhalb des Wettbewerbs. Aber das ist dem Publikum normalerweise eher gleichgültig.
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