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Samurai Fiction: Ein rockiger Schwertfilm für die MTV-Generation

fs @ Dienstag, 30.06.2009

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Alles beginnt mit einem Kameraflug durch den wolkigen, blauen Himmel, um dann hinab zur Erde und in eine andere Zeit und zu tauchen. Der Held und Erzähler entführt uns in ein mittelalterliches, schwarz-weißes Japan von Ehre, Clans und Schwertkämpfern. Nur die rockige Gitarre begleitet uns auf diesem witzigen Trip...

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Der Clan der Nagashima befindet sich in hektischer Panik, denn ausgerechnet der Schwertmeister Kazamatsuri (Hotei), der das Clan-Heiligtum beschützen sollte, ist damit durchgebrannt. Dabei stehen Feierlichkeiten an, bei denen das legendäre Schwert, welches der Shogun dem Clan einst schenkte, zur Schau gestellt werden soll. Nun ist guter Rat teuer, und der oberste Clan-Rat Kanzen (Taketoshi Naito) beschließt zweigleisig zu handeln: Zuerst soll ein Duplikat des Schwerts hergestellt werden und dann sollen sich die Kämpfer des Clans auf die Suche nach dem Verräter und dem echten Schwert machen.

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Heishiro (Mitsuru Fukikoshi), dem aufbrausenden Sohn des Rates gefällt dies feige Vorgehen überhaupt nicht,  und er macht sich gegen die Anordnung des Vaters selbst auf, um die Ehre des Clans wieder herzustellen. Seine beiden Jugendkumpel begleiten ihn. Die "drei Narren", wie sie im Land genannt werden, verfolgen und stellen den Samurai Kazamatsuri. Doch sie sind hoffnungslos unterlegen. Wäre nicht der alte Einsiedler Hanbei (Morio Kazama) aufgetaucht, so hätte der Fiesling alle drei Angreifer getötet. So kommt unser Held mit dem Leben davon und wird in der Hütte des Einsiedlers gesundgepflegt.

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Dabei macht er die Bekanntschaft mit dessen bezaubernden Tochter Koharu (Tamaki Ogawa), während sich Kazamatsuri in der nahe gelegenen Station von der Chefin des  Wirtshauses (aka Casino und Bordell) verdingt. Doch eine erneute Begegnung zwischen dem Bösen und seinen Verfolgern ist unausweichlich. Zumal sich der vermeintliche Einsiedler ebenfalls als Meister der Schwertkunst heraustellt. Nur hat dieser dem Töten abgeschworen.

Rein handlungsmäßig ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Hiroyuki Nakano ein klassisches Samurai-Drama mit allen Typen, die in so einen Genrefilm gehören. Doch der Reiz und die Faszination von "Samurai Fiction" liegen in der modernen Machart des Films, der Verquickung mit moderner Rockmusik und einer wahnsinnigen Portion Humor.

Als ich 1998 meine erste Kinobegegnung mit "SF" machte, geschah dies völlig unerwartet. Man hatte mir einen coolen Film versprochen und die Namensähnlichkeit mit Tarantinos "Pulp Fiction" lenkte meine Erwartungshaltung schon in eine bestimmte Richtung.





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